Veröffentlichungen zum Coimbraprotokoll

Veröffentlichungen zum Coimbraprotokoll

Es sind mehrere wissenschaftlich fundierte Veröffentlichungen zum Coimbraprotokoll in Arbeit: In Zusammenarbeit mit Prof. Harald Wallach und der Universität Witten-Herdecke werten die drei deutschen Protokollärzte Dr. Kai Reichert, Johannes Demuth und Dr. Beatrix Schweiger aktuell die Daten von Patienten aus, die sie seit mindestens einem Jahr mit dem Coimbraprotokoll behandeln.

 

In anonymisierter Form werden die Ergebnisse nach einem Jahr, zwei Jahren und drei Jahren veröffentlicht als peer-reviewed Artikel in medizinischen Fachzeitschriften. Die erste Veröffentlichung ist für Ende 2019 geplant unter dem Titel „There is no harm in Vitamin D highdose therapy“ („Vitamin D Hochdosistherapie richtet keinen Schaden an“ – das ist in der Medizin immer der erste und wichtigste Schritt zum Nachweis einer neuen Therapie). In den beiden folgenden Publikationen soll im Laufe der nächsten Jahre der Nachweis erbracht werden, ob bzw. in wie vielen Fällen Patienten mit schubförmiger Multipler Sklerose nachweislich in Remission gelangt sind und im dritten Jahr liegt der Schwerpunkt der Veröffentlichung auf dem Rückgang von Symptomen.

 

Parallel haben zwei Medizinstudenten mit der Anfertigung einer Doktorarbeit über das Coimbraprotokoll begonnen. Einer davon in Zusammenarbeit mit Dr. Reichert, der andere mit dem Protokollarzt Dr. Thomas Heintze aus Marburg. Hier werden die Veröffentlichungen voraussichtlich in 2021 erwartet.

 

Und ganz aktuell wurde eine Bachlorarbeit zum Coimbraprotokoll angefertigt: Zwei Studentinnen aus Kopenhagen haben in Zusammenarbeit mit dem portugiesischen Protokollarzt Dr. Miguel Damas erforscht, welche Faktoren dazu beitragen, dass sich Patienten für eine Alternativtherapie entscheiden, und was ausmacht, ob sie die Behandlung mit dem Coimbraprotokoll erfolgreich weiterführen.
Die Arbeit ist hier zu finden.

5 Comments
  • Bernd Thomas
    Posted at 17:51h, 07 März Antworten

    Toll, dass da was gemacht wird.
    Eine Frage lässt mich aber nicht los: wann veröffentlicht Dr. Coimbra ENDLICH mal eine retrospektive Auswertung seiner Behandlungsfälle seit 15 Jahren? Ethische Einwände dagegen zählen nicht. Warum scheint er den normalen Weg der wissenschaftlichen Publikation zu meiden, wo er doch Professor ist? Wissen Sie, ob auch hier etwas in Arbeit ist?

    • Christina Kiening
      Posted at 20:02h, 07 März Antworten

      So ganz genau weiß ich das nicht… 2018 beim Vitamin D Kongress in Frankfurt wurde ihm diese Frage gestellt und er antwortete sehr kryptisch „maybe soon“.
      Ende März werde ich Dr. Coimbra bei einem Kongress in Portugal sehen und ganz sicher wird auch da wieder die Frage nach retrospektiven Daten gestellt werden. Mal schauen, wie diesmal die Antwort lautet.

      • Bernd Thomas
        Posted at 10:48h, 08 März Antworten

        Diese Frage muss geklärt werden. Bitte halten Sie uns in Ihrem Blog darüber auf dem Laufenden.
        Die Gefahr besteht, dass wir Patienten die mündlich geäußerten „Schätzungen“ einer Einzelperson (Dr. Coimbra) in Ihrer Bedeutung als gleichrangig ansehen mit den Ergebnissen aufwändiger klinischer Studien zu konventionellen Therapien.
        Auf dem Coimbra-Protokoll basieren große Hoffnungen vieler Betroffener, was die Gefahr in sich trägt, bewiesene Therapieformen zu vermeiden. Eine seriöse Dokumentation der Coimbra-Therapie muss deshalb ENDLICH erfolgen. Und es ist ehrlich gesagt nicht verständlich, warum das erst jetzt mit frisch anbehandelten Patienten aus Deutschland starten soll, wenn in Sao Paolo bereits tausende Daten langfristig behandelter Patien vorhanden sein sollen und das bei einem Universitätsprofessor. So etwas wirft Fragen auf, die ausgeräumt werden müssen.

        • Wolfgang Muees
          Posted at 16:30h, 08 März Antworten

          Tja, Tatsache ist: der Professor hat das Protokoll entwickelt, ohne die Ethikkommission ins Boot zu holen. Kann man durchaus machen, hat aber auch Nachteile: Kein Wunder, dass die Mitglieder jetzt mit dem Kopf schütteln, wenn er Untersuchungsergebnisse veröffentlichen will… Ich denke nicht, dass sich das so leicht ändern wird…

          • Bernd Thomas
            Posted at 19:46h, 08 März

            Die Ethikkomission ist keine hinreichende Erklärung für das Ausbleiben einer retrospektiven Auswertung. Sonst gälte dasselbe für die oben genannten geplanten Auswertungen aus Deutschland. Abgesehen davon, dass deutsche Ethikkommissionen aus historischen Gründen wesentlich strenger sind als brasilianische.

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