Wer steckt hinter Coimbraprotokoll.de?

Christina Kiening
Rudolf-Diesel-Str. 21
82166 Gräfelfing
coimbraprotokoll@web.de

  • MS-Patientin und eine der ersten Deutschen, die mit dem Coimbraprotokoll behandelt wurde
  • Seit 09/2016 „Coimbrista“ (Aktivistin zur Verbreitung des Coimbraprotokolls)
  • Seit 02/2017 Initiatorin des Netzwerkes Deutschland und der Informationsplattform zum Coimbraprotokoll,
    von Dr. Cicero G. Coimbra in fachlichen Fragen begleitet.

Der Begriff Coimbraprotokoll in allen Schreibweisen und das hier gezeigte Logo sind eingetragene Marken. Die Verwendung kann nur nach vorheriger Genehmigung der Markeninhaberin erfolgen.

Meine Vorgeschichte

Ich bin vermutlich seit dem Jahr 2002 an Multipler Sklerose erkrankt. Nach einem ersten merklichen Schub mit Empfindungsstörungen und Einschränkungen der gesamten linken Körperhälfte sowie zwei Sehnerventzündungen habe ich jedoch eine Lumbalpunktion verweigert und den „Verdacht auf MS“ quasi erstmal acht Jahre lang ignoriert. Das ging ziemlich lange ziemlich gut, ich hatte außer gelegentlichen Empfindungsstörungen und etwas Schwindel keine klaren Symptome oder wirklich spürbare Schübe. Dann fing jedoch ab 2010 eine Abwärtsspirale an: Erschöpfung, körperliche Schwäche, Konzentrationsschwierigkeiten, psychische Probleme. Und ab 2013 jedes Jahr aggressiver werdende Schübe, die mehr und mehr Einschränkungen hinterließen. Ab 2014 war ich nur noch eingeschränkt arbeitsfähig. In 2015 schmetterte mich der bisher schwerste Schub nieder und führte zu sechs Monaten Arbeitsunfähigkeit. Kaum hatte ich mich halbwegs davon erholt und ging wieder wenige Stunden arbeiten, folgten Anfang 2016 zwei weitere Schübe, die schließlich zu kompletter Erwerbsunfähigkeit führten. Mein Neurologe sprach seit einem guten Jahr von „hochaggressivem Verlauf“, empfahl eine Eskalationstherapie, die ich aber aus Angst vor den bekannten massiven Nebenwirkungen genauso ablehnte wie pharmazeutische Basistherapeutika.

 

Bei Beginn der Behandlung mit dem Coimbraprotokoll war meine gesamte linke Körperhälfte sehr schwach, auf einem Auge hatte ich nur noch 50% Sehkraft und eine Gesichtsfeldeinschränkung auf beiden Augen. Meine Gehstrecke lag bei ca. 500 m und ich brauchte dazu zwei Gehstöcke wegen des massiven Schwindels. Ein Tremor im linken Arm gepaart mit Verlust von Kraft und Feinmotorik in der rechten Hand machten ein selbstbestimmtes Leben schwierig. Schmerzen und Spastik raubten mir regelmäßig den Schlaf und waren nur mit starken Medikamenten halbwegs zu ertragen. Sicher hat auch das zu der massiven Erschöpfung beigetragen, die in 2016 sogar dazu führte, dass ich mir an den meisten Tagen noch nicht mal allein etwas zu essen bereiten konnte.

Meine Gesundungsgeschichte

Es gab ein Happy End meiner beschwerlichen Krankheitsgeschichte: Im Winter 2015 / 2016 fand ich im Blog einer australischen MS-Patientin Infos zum Neurologen Prof. Dr. Cicero G Coimbra. Angeblich solle er seit 2002 mit Hilfe individuell eingestellter Hochdosen von Vitamin D die MS nicht nur zum Stillstand bringt, sondern auch noch einen Rückgang jüngerer Symptome erzielen. Die Bloggerin war gebürtige Brasilianerin, ehemalige Patientin von Dr. Coimbra, und bemühte sich um die Verbreitung des Coimbraprotokolls in Australien. Beim ersten Lesen dachte ich mir ehrlich gesagt: “Zu schön, um wahr zu sein.“ MS-Kranke kriegen an jeder Ecke ungefragt „die eine funktionierende Wunderkur“ angeboten, das nervt manchmal ganz schön. Außerdem haben wir alle über die Jahre jedes Mittelchen und Pülverchen ausprobiert, manche haben gar für Operationen der Halsschlagader oder ähnliches tausende von Euros in den Sand und ihre Restgesundheit aufs Spiel gesetzt. Daher vergesse ich solche Blogeinträge oder Sensationsmeldungen auf privaten Homepages eigentlich immer ziemlich schnell.

 

Aber „diese Vitamin D Sache“ lies mich nicht los. Es gab so viel Forschung zu Vitamin D bei MS, die gute Ergebnisse erzielte. Warum sollte nicht genau DAS die lange gesuchte Lösung sein? Also recherchierte ich weiter. Und wandte die meiner Meinung nach sicherste Methode zum Verifizieren von „Heilsversprechen“ an: Kann man Patienten finden, die mit der Methode Erfolg hatten? Sind sie real existent und ansprechbar? Bekommt man mehr Infos von ihnen? Wie viele sind es? Und schrieb die Bloggerin in Australien an. sie antwortete binnen weniger Stunden, war gesund und begeistert, und verwies mich weiter an Daniel Cunha, Ana-Claudia Domene Ortiz, Yara Correa und Jennifer Butler. Sie alle sind sog. „Coimbristas“, ehemalige Patienten, die sich in sozialen Netzwerken und im Internet um die Verbreitung des Coimbraprotokolls bemühen. Manche bloggen, andere drehen Videos, schreiben Bücher, alle haben Facebookgruppen gegründet. Auf diesem Weg bekam ich genügend Informationen zum Coimbraprotokoll und auch eine E-Mail-Adresse von Dr. Coimbra. Ich erstellte ein Infoblatt zu den Eckdaten der Behandlung (die überarbeitete Version ist noch heute in den Dateien meiner deutschen Facebookgruppe zu finden. Das sandte ich als erstes meinem Neurologen zu. Der winkte ab und riet natürlich weiterhin zur Eskalationstherapie mit Plasmapharese, Chemotherapie, Gilenya usw. Aber mein Hausarzt Dr. Kai Reichert war neugierig und aufgeschlossen, bat um zwei Wochen Recherche- und Bedenkzeit. Schließlich stimmte er zu mit den Worten: „Mach Dir bitte nicht zu viel Hoffnung, ich weiß nicht, ob das funktionieren wird. Aber wir können es ausprobieren. Und ich kann zumindest sicherstellen, dass Du Dich bei dem Versuch nicht umbringst“. Er nahm Kontakt mit anderen Protokollärzten und Dr. Coimbra auf, besorgte die fehlenden Informationen zur korrekten Durchführung des Coimbraprotokolls – und wir legten los. Nach gerade mal knapp acht Monaten der Behandlung zeigte mein MRT zum ersten Mal keine Kontrastmittelaufnahme und damit keine Entzündungsaktivität mehr. Es hatten sich seit dem letzten Schub keine weiteren Herde gebildet und die „alten“ zeigten durchwegs Grössenregredienz, wurden also kleiner. Zum ersten Mal habe ich nach einem MRT vor Freude und Erleichterung geweint!

 

Es bewahrheitete sich auch bei mir, was Dr. Coimbra schrieb: Wird der Körper auf die korrekte individuelle Dosis Vitamin D eingestellt, so ist binnen 6-12 mit einem anhaltenden Stillstand der Krankheit zu rechnen. Symptome der letzten 12-24 Monate vor Beginn der Behandlung bilden sich regelmäßig zurück, auch das durfte ich am am eigenen Leib erleben.

Seit 03/2016 werde ich von Dr. Kai Reichert mit dem Coimbraprotokoll behandelt und kann nach gerade mal einem Jahr der Behandlung wieder selbstbestimmt und aktiv am Leben teilnehmen – dafür bin ich unendlich dankbar! Und gespannt, wie gut es noch werden mag…

Wie kam das Coimbraprotokoll nach Deutschland?

Im Sommer 2016 hatte ich bei einem Meditationsseminar eine sehr hartnäckige, innere Stimme, die immer wieder die Stille unterbrach: „Du musst etwas tun! Es kann und darf nicht sein, dass es offensichtlich eine wirksame Methode zur Eindämmung von MS und anderen schlimmen Krankheiten gibt, die in Deutschland unbekannt ist!“ . Also leistete ich einen Schwur: Wenn es mir bis zum Herbst wirklich sehr viel besser ging, würde ich dem Coimbraprotokoll in Deutschland eine Stimme verleihen. Aber wie geht man das an? Ich kontaktierte Ana Claudia Domene Ortiz, eine Patientin von Dr. Coimbra, die das CoimbraProtokoll in den USA publik macht. Sie teilte Ihre Erfahrungen und ich wurde zur nächsten „Coimbrista“.

1.) Schritt: Eine Facebookgruppe gründen.
Die amerikanischen und brasilianischen Gruppen mit erfahrenen Coimbraprotokoll-Patienten haben mir unglaublich geholfen. In der ersten Zeit der Behandlung plagte mich massive Unsicherheit: Wird das wirklich funktionieren? Was habe ich zu erwarten? Was wird schlimmstenfalls passieren? Bis hin zu ganz praktischen Fragen: Was heißt calciumarme Ernährung? Wie um Himmelns willen macht man einen 24h-Urintest? Auf diese und tausend andere Fragen fand ich geduldige und hilfreiche Antworten.  Am 16.09.2016 entstand also die deutschsprachige Facebookgruppe zum Coimbraprotokoll. Dort packte ich alles an Infos in die Dateien, was ich hilfreich fand und lud ein paar Leute ein, Mitglied zu werden. In einzelnen alternativen MS-Gruppen postete ich einen Link. Binnen drei Wochen überrollte mich förmlich eine Tsunamiwelle: Die Mitgliederzahlen stiegen täglich, die Diskussionen waren bunt, ich brauchte Hilfe! Bald hatte ich drei Powerfrauen an der Seite, die heute die Gruppe weitestgehend ohne mich administrieren: Barbara Martin-Labonte, Maya Mainka und Natscha Reiß. Bis 04/2017 war die Gruppe auf über 4.000 Mitglieder angewachsen.

Aber schnell wurde klar, dass ich einen Bedarf unter deutschen MS-Patienten kreiert hatte, der nicht zu decken war. Ohne deutschsprachige Ärzte, die in der Anwendung des Coimbraprotokolls ausgebildet und zertifiziert wurden, blieben Menschen ohne Englischkenntnisse oder mit schlechtem körperlichen Zustand quasi von der Behandlungsmöglichkeit ausgeschlossen.

2.) Schritt: Ärzte überzeugen.
Über eine amerikanische Patientin und Aktivistin bekam ich „unter dem Siegel der absoluten Verschwiegenheit“ die private E-Mailadresse von Dr. Coimbra. Drei Tage lang formulierte ich eine E-Mail an ihn, löschte sie wieder, begann von neuem. Hat ein Professor für Neurologie wirklich Zeit und Interesse an meiner Geschichte? Schließlich sandte ich endlich Mitte Oktober eine Email ab. Und wurde ein weiteres Mal sehr positiv überrascht: Innerhalb von 48 Stunden kam eine Antwort. Warmherzig und zugewandt dankte er mir für den Wunsch, anderen helfen zu wollen. Ich bekam weitere Informationen über das unglaublich aktive weltweite Netzwerk der „Coimbristas“ und Tipps, wer mir am besten weiterhelfen könnte. Auch machte er mich auf die Möglichkeit aufmerksam, dass Ärzte kostenlos(!) fünf Tage lang in seiner Praxis hospitieren können. Als erstes überredete ich natürlich meinen eignen Arzt, einen Flug nach Sao Paulo zu buchen. Und gab meinen Mitgliedern auf Facebook einen „Leitfaden“ an die Hand, wie sie ihren Arzt vom Coimbraprotokoll überzeugen können. Auf diesem Weg ist es uns gelungen, binnen vier Monaten sechs Ärzte zur Ausbildung und Zertifizierung zu motivieren.

3.) Schritt: Cicero Coimbra persönlich kennen und lieben lernen!
Anfang 02/2017 hatte ich die unglaublich schöne Gelegenheit, meinen Arzt Kai Reichert zum Training nach Sao Paulo zu begleiten. Fünf Tage verbrachten wir mit Dr. Coimbra in seiner Praxis, wohnten Patiententerminen bei, diskutierten Patientenfälle, Behandlungsverläufe und medizinische Hintergründe. Und staunten Bauklötze über die Erfolge der Behandlung: Tatsächlich erreichen 95% aller Patienten eine vollständige, dauerhafte Remission. Ein kleiner Bruchteil erlebt signifikante Verbesserung und Verlangsamung des Verlaufes, hat jedoch noch gelegentlich leichte Einbrüche oder minimale Verschlechterungen. Nach allem, was wir gesehen haben, liegt das in der Regel an einem ungesunden Lebenswandel (Alkohol- oder Drogenmissbrauch) oder schweren seelischen Einschränkungen, die zu dauerhaftem Stress und weiterbestehender Überreaktion des Immunsystems führen.

4.) Schritt: Ärztenetzwerk aufbauen.
Zusammen mit den ersten zertifizierten Protokollärzten Kai Reichert, Beatrix Schweiger und Johannes Demuth gründeten wir das „Coimbraprotokoll-Netzwerk Deutschland“. Im Laufe der nächsten Monate werden weitere Ärzte nach Sao Paulo fliegen, zum Teil haben sie mit Hilfe der Trainingsunterlagen und Unterstützung aus dem Ärztenetzwerk bereits mit der Behandlung begonnen.

5.) Schritt: Tägliche Mitfreude!
Stand 04/2017 konnten bereits über 200 Menschen in Deutschland die Behandlung mit dem Coimbraprotokoll beginnen. Die ersten Patienten, die Dr. Reichert seit 11/2016 mit der Unterstützung des Ärztenetzwerkes um Dr. Coimbra eingestellt hat, kommen bei Veröffentlichung dieser Homepage gerade in die Remissionsphase. Sowohl Dr. Reichert als auch ich haben noch immer regelmäßig Tränen der Mitfreude und Rührung in den Augen, wenn Patienten von ihren Erfolge berichten.
Hier ein Ausschnitt der Rückmeldungen, die wir in der Praxis hören oder auf Facebook lesen: „Ich kann plötzlich auch auf meinem kranken Auge wieder sehen. Ich bin nicht mehr blendempfindlich oder nachtblind, jetzt kann ich wieder Auto fahren“ / „Mein Mann sagte mir heute, dass ich endlich wieder fröhlich und ausgeglichen bin.“ / „Seit Jahren kann ich endlich wieder problemlos durchschlafen“ / „Meine Blase zickt jetzt schon zwei Wochen nicht mehr rum, ich hatte schon Angst, dass ich mich bald katheterisieren müsste“ / „Ich habe für meine Tochter Kartoffeln gekocht, endlich kann ich auch die kleinen wieder schälen. Und sie sehen fast so aus wie früher“ / „Heute hat mein Kleiner zu mir gesagt: Mama, endlich bist Du nicht mehr dauernd müde und kannst wieder mit mir auf den Spielplatz gehen.“

In tiefer Dankbarkeit für Cicero Coimbra und allen mutigen Ärzten, die Patientenwohl über Profit und Ansehen stellen.